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Die Philosophie der Freiheit

Philosophie der Freiheit: Hinweise der Herausgeber

Hinweise der Herausgeber

Die Textgrundlage für die Ausgabe innerhalb der Gesamtauausgabe bildet die von Rudolf Steiner wesentlich bearbeitete und erweiterte 2. Auflage (1918) mit den dazugehörenden Manuskripten und Korrekturbogen. Diese 2. Auflage (1918) muß als die eigentliche <Ausgabe letzter hand> angesehen werden, da die 3. Ausgabe (1921) nur ein Philosophisch-Anthroposophischen Verlag besorgter unveranderter Neudruck der 2. Auflage ist.

Für die 13. Auflage (1973) wurde der Text mit dem gesamten Material (Manuskript und Korrekturbogen) zur Neuausgabe von 1918 genau verglichen. Daraus ergaben sich verschiedene Berichtigungen des seit der Ausgabe von 1918 immer wieder gedruckten Textes:

Seite Zeile
   v.oben jetziger Wortlaut:    früherer Wortlaut:

  21  18 vor allen andern Dingen  vor allen Dingen
  23   5 wenn ich etwas wollen   wenn ich etwa etwas wollen
       muß            muß
  33   3 Molekularbewegungen    Molekularschwingungen
  70   8 deswegen vermag uns    deshalb vermag uns auch
       auch
  70  16 sein Buch über ...     sein Buch ...
  79   3 setzen jene eben schon   setzen jene eben voraus
       voraus
  85  27 nicht anwendbar ist,    nicht anwendbar,
  89  22 und sie für sich      um sie für sich
  93  10 ist dennoch        ist demnach
  94   2 im Verhältnis der     im Verhältnis von
  96  15 Diese ist aber       Dieses ist aber
 100  20 kann als eine solche    kann also als eine solche
 105   8 Wesenseiten        Wesenheiten
 119  11 es den Gegenständen    sie den Gegenständen
 123  8/9 in dem Wahrnehmen     in dem Wahrnehmbaren
 128   9 so sucht man        so meint man
 163  17 Aber intuitives      Aber Intuition
 163  29 stammt nicht aus      kommt nicht aus Intuition
       intuitivem
 164  17 mich selbst von andern   mich von andern
 164  28 frei ist nur der Mensch  frei ist der Mensch
 168  28 ist uns durch       ist durch
 171  14 ebenso wenig        ebenso selten
 172   1 sondern ihn in dem     sondern in ihm den
 177   8 Weg zur Erlösung      Weg der Erlösung
 183   8 im bloß materiellen    bloß im materiellen
 189  28 als der Zweck       als ein Zweck
 196 12/13 die Bekenner ... müßten  der Bekenner  müßte
  Fußnote Naturanlagen        Naturanlage
  Fußnote Gesetzen der Gattung in  Gesetzen in Einklang
       Einklang
 211   9 Krankheit sei unbefrie-  Krankheit sei ein unbefrie-
       digtes           digtes
 213  4/5 nachzuweisen sucht     nachzuweisen versucht
 218  18 Gelüsten          Gefühlen
 230  10 wenn es sich mir      wenn es sich nur
 231  26 Illis die pessimistische  Wenn die pessimistische
 231  28 sondern nach Erreichung  sondern Erreichung
 238   8 und gibt ihm        und gibt ihnen
 252  31 solchen jenseitigen Ur-  solchen Urgrund
       grund
 254  27 der wird wohl keinen    der wird noch keinen
 260   8 denn zunächst       dann zunächst
 268  16 und von da aus       um von da aus

Für die 14. Auflage (1978) wurden neben der Berichtigung einiger Druckfehler drei sinngemäße Korrekturen — die zwar nicht auf Rudolf Steiner zurückgehen, aber in der 4. Auflage (1929) bis zur 12. Auflage (1968) enthalten waren — wieder eingefügt:

  20  25 Unterschied        Umstand
 128   9 meint           sucht
 255  14 statt           sondern

Auch die Zitate wurden soweit als möglich mit den Originaltexten verglichen, wobei sich ebenfalls einige kleinere Korrekturen ergaben. Diejenigen Zitate, deren Quelle von Rudolf Steiner selbst nicht angegeben wurde, werden im folgenden nachgewiesen. zu Seite

Für die 15. Auflage (1987) wurde der Text neu durchgesehen, wobei sich Korrekturen in Interpunktion und Orthographie und Berichtigungen bei Zitaten ergaben. Alle vorkommenden Verweise auf andere Stellen im Text wurden mit den zu Rudolf Steiners Lebzeiten erschienenen Ausgaben (1894, 1918, 1921) verglichen und gegebenenfalls präzisiert. Erstmals konnten auch alIe Zitate und ausdrücklichen Bezüge auf Texte (u.a. auf Eduard von Hartmanns Kritiken) genau nachgewiesen werden. Das Namenregister wurde vervollständigt.

Folgendes

9 in späteren Schriften von mir: Siehe dazu die Übersicht über die Rudolf Steiner Gesamtausgabe am Schluß dieses Bandes. Auf seine anderen Schriften verweist Rudolf Steiner auch auf den Seiten 11, 148, 256 f., 267.

11 «Rätsel der Philosophie»: «Die Rätsel der Philosophie in ihrer Geschichte als Umriß dargestellt», 2 Bde., Berlin o.J. (1914); 9. Auflage, in einem Band, Dornach 1985, GA Bibl.-Nr. 18.

15f. David Friedrich Strauß,«Der alte und der neue Glaube», Leipzig 1872; Gesammelte Schriften, 6. Bd., Bonn 1877, S. 167 (§ 76).

16 Herbert Spencer, «Die Prinzipien der Psychologie», Autorisierte deutsche Ausgabe nach der dritten englischen Aufiage übersetzt von Dr.B. Vetter, 1. Bd., Stuttgart 1882, S. 522 (§ 219). Der im Zitat in Klammern gesetzte Hinweis «(der Psychologie)» wurde van Rudolf Steiner hinzugefügt.

17f. Spinoza: Siehe «Die Briefe mehrerer Gelehrten an Benedict von Spinoza und dessen Antworten soweit beide zum besseren Verständniß seiner Schriften dienen», übersetzt und erläutert von J. H. v. Kirchmann, Heidelberg 1882, S. 204f. (Zweiundsechzigster Brief, Oktober oder November 1674). (Die Ausgabe «Spinoza, Briefwechsel» übertragen und mit Einleitung, Anmerkung und Register versehen von Carl Gebhardt, Leipzig 1914, S. 235 (58. Brief) gibt den Arzt und Alchymisten Georg Hermann Schuller als Adressaten dieses Briefes an.)

18 «Nehmen Sie nun ...»: Die Hervorhebung dieser Stelle erfolgte durch Rudolf Steiner.

20 Eduard von Hartmann, «Phänomenologie des sittlichen Bewußtseins, Prolegomena zu jeder künftigen Ethik», 2. Auflage, Berlin 1879, S. 451f. (2. Abteilung, A, III, 5).

22 Robert Hamerling, «Die Atomistik des Willens, Beiträgr zur Kritik der modernen Erkenntniß», 2 Bde., Hamburg 1891, 2. Bd., S. 213f

23f. Paul Reé, «Die Illusion der Willensfreiheit», Berlin 1885, S. 5 und 6.

25 Hegel, «Encyclopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse» (1817), Vorrede zur zweiten Ausgabe, Heidelberg 1827, S. XX; Georg Wilhelm Friedrich Hegel's Werke, vollständige Ausgabe durch einen Verein van Freunden des Verewigten, 6. Bd., Berlin 1840, S. XXII.

27 «Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust»: Goethe, «Faust» I, Var dem Tor, Verse 1112-1117.

32f. Friedrich Albert Lange, «Geschichte des Materialismus und Kritik seiner Bedeutung in der Gegenwart», 2 Bde., Iserlohn 1866 und 1875. Das angeführte Zitat: Bd. II, S. 431 (Zweites Buch, Dritter Abschnitt, IV). Die im Zitat durch drei Punkte gekennzeichnete Auslassung lautet: «wie Helmholtz sagt».

33 Goethe, cNaturwissenschaftliche Schriften», herausgegeben und kom- mentiert van Rudolf Steiner in Kiirschners cDeutsche National-Littera- tur», 5 Bde., 1884-97, Nachdruck Dornach 1975, GA Bibl.-N~. 1a-e, Bd. 2 (1887), GA Bibl.-Nr. 1 b, S. 5 und 7.

36 Billardkugel: Vgl. dazu David Hume, cEine Untersuchung in Betreff des menschlichen VerstaIt'des», iibersetzt, erlautert und mit einer Lebensbe- schreibung Hume's versehen van J.H. v.Kirchmann, vierte Auflage, Heidelberg 1888, S. 31-33 (Abteilung IV, Skeptische Zweifel in Betreff der Thatigkeiten des Verstandes, Abschnitt I).

37 1beodor Ziehen, cLeitfaden der physiologischen Psychologie, in 15 Vor- lesungen», Zweite vermehrte und verbesserte Auflage, Jena 1893, S. 171.

43f. das erste Buch Mose: 1. Mose 1,31.

45 Pierre Jean Georges Cabanis, «Rapports du physique et du moral de l'homme» 1799, als Buch 1802. Deutsche Übersetzung «Verhältnis der Seele zum Körper», 1808.

46 Cartesius. .. ich denke, also bin ich: Rene Descartes, cDiscours de la me- thode» (1673), I, 7 und 10; und (nicht wortlich) cMeditationes de prima philosophia.(1641), 2. Meditation.

48 Schelling sagt: In «Erster Entwurf eines Systems der Naturphilosophie» 1799, 5. 6 heißt es wörtlich «Über die Natur philosophieren, heißt die Natur schaffen».

48 Friedrich Wilhelm Joseph Schelling, cErster Entwurf eines Systems der Naturphilosophie», Jena und Leipzig 1799, S. 6, wortlich: cUber die Natur philosophiren heillt die Natur schaffen»; cSamtliche Werke», Erste Abteilung, Dritter Band, Stuttgart und Augsburg 1858, S. 13.

49 Einwand... den Pascal dem Cartesius machte ...: ich gehe spazieren, also bin ich: Konnte bei Pascal nicht nachgewiesen werden. Descartes selbst aber prigt diesen Satz, urn Peter Gassendis Einwande zusammenzufas- sen. Schon vor der Veroffentlichung seiner cMeditationes de prima phi- losophia. machte Descartes sein Werk einer Reihe van Philosophen und Theologen zuganglich, deren Einwande er zusammen mit seinen ei- genen Antworten im Anhang an den eigentlichen Traktat also schon in der ersten Ausgabe van 1641 abdrucken konnte. Der fiinfte der sechs Einwande ist van Gassendi, den Satz cego ambulo, ergo sum» fiihrt Des- cartes im Abschnitt I seiner Antwort auf den Einwand gegen die zweite Meditation an (cOeuvres de Descartes., publi'e par Charles Adam et Paul Tannery, vol. vn, Paris 1904, p. 352).

55 Persönlichkeit, welche der Verfasser als Denker sehr hochschätzt: Gemeint ist Eduard von Hartmann.

58 Herbert Spencer «wenn wir an einem Septembertag ...»: Aus «Grundlagen der Philosophie» IV. Kapitel, Die Relativität aller Erkenntnis, ß 23. Übersetzt von B. Vetter, Stuttgart 1875, 5.

55 Pers6nlichkeit, wekhe der Verfasser ... sehr hochschtitzt: Gemeint ist der Philosoph Eduard yon Hartmann (1842-1906). Schon Rudolf Steiners erweiterte Dissertation «Wahrheit und Wissenschaft, Vorspiel einer (Philosophie der Freiheit,. (Weimar 1892) trug die gedruckte Wid- mung: «Dr. Eduard yon Hartmann in warmer Verehrung zugeeignet.. Auch seine «Philosophie der Freiheit1t hatte Rudolf Steiner an Hart- mann gesandt, und dieser hat sie innerhalb yon zwei Wochen griindlich studiert und, versehen mit zahlreichen Kommentaren, Randbemerkun- gen und Anstreichungen, an Rudolf Steiner geschickt. Diese Kommen- tare und Randbemerkungen Eduard yon Hartmanns sind jetzt verof- fentlicht in «Beitrige zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe., Nr. 85/86, Dornach Michaeli 1984. Die Einwendungen Hartmanns, die Rudolf Steiner hier erwahnt, beziehen sich auf S. 46 der vorliegenden Ausgabe und lauten: zu Zeile 6f und 8: «nein/», «nein/», zu Zeile 7:
.Er beobachtet auch bier nUT die Erxebnisse seiner hervorbringenden Tatigkeit, nicht diese selbst; letzteres ist Tauschung, wie wenn wiT bei Tasch aufeinanderfolgender Beleuchtung duTCh elektrische Funken eine Bewegung zu sehen glauben.»
58 Herbert Spencer, «Grundlagen der Philosophie.., Autorisierte deutsche Ausgabe, nach der vierten engiischen Auflage tibersetzt yon B. Vewer, Stuttgan 1875, S. 69f. (IV. Kapitel «Die Relativitat aller ErkenntniB., § 23).
63 Als Dr. Franz einen Blindgeborenen operierte: 1m Jahre 1840. Siehe den Abdruck des klinischen Berichtes «Die Wahrnehmungswelt eines Blind- geborenen vor und nach der Operation, Bericht tibeT den Fall eines blindgeborenen jungen Mannes, welcher in seinem 18. Jahr erlolgreich operiert wurde, mit physiologischen Beobachtungen und Experimenten
dUTCh J. C. August Franz, Leipzig» in: «Nachrichten der Rudolf Steiner-
NachlaBverwaltung» (d.i. friiherer Titel der «Beitrige zur Rudolf Stei- ner Gesamtausgabe.), Nr. 19, Dornach Michaeli 1967, S. 9-13.
Von Dr. Franz' Patienten und einem anderen Blindgeborenen berich- tet das yon Rudolf Steiner mehrfach angefiihrte Buch yon Theodor Zie- hen «Leitfaden der physiologischen Psychologie., Zweite vermehrte und verbesserte Auflage, Jena 1893, S. 59.
65f. George Berkeley, «Abhandlung tibeT die Principien der menschlichen Erkenntnill., Abschnitt VI. Welche Ubersetzung aus dem Engiischen Rudolf Steiner verwendet hat, konnte nicht festgestellt werden.
69 Otto Liebmann, «Zur Analysis der Wirklichkeit, Eine Erorterung der Grundprobleme der Philosophie.., Zweite, betrachtlich vermehrte Auf- lage, StraBburg 1880, S. 28.

69-70. 63 Als Dr. Franz einen Blindgeborenen operierte: Vgl. den Abdruck des Klinischen Berichtes «Die Wahrnehmungswelt eines Blindgeborenen vor und nach der Operation» in «Nachrichten der Rudolf Steiner-Nachlaßverwaltung» Nr. 19 (Michaeli 1967).

65 George Berkeley. .. sagt «Einige ,Wahrheiten liegen so nahe ...»

In «Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis», Übersetzung aus dem Englischen. Welche Übersetzung Rudolf Steiner vorlag, konnte bisher nicht festgestellt werden.

114 Du Bois-Reymond-Zitat: Aus «Über die Grenzen des Naturerkennens», Vortrag in der 2. öffentlichen Sitzung der 45. Versammlung deutscher Naturforscher und Arzte in Leipzig am 14. August 1872, Leipzig 1872,S. 25f.

170 Wenn Kant von der Pflicht Sagt .. In «Kritik der praktischen Vernunft» 1788, 1. Teil, 3. Hauptstück: Von den Triebfedern der reinen praktischen Vernunft, 5. 121.

186 Alle solche Wendungen wie «,die Geschichte ist die Entwickelung der Menschen zur Freiheit»: Hegel in der Einleitung seiner Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie, Hegels Werke, Verlag Duncker & Humblot, Berlin 1848, Bd. 9, 5. 24.




Zuletzt aktualisiert: 09-Apr-2014
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