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Anthroposophie, soziale Dreigliederung und Redekunst

HINWEISE

Textunterlagen: Die Vorträge wurden mitstenographiert von Helene Finckh und Frau Rambow. Die Klartextübertragung besorgte Frau Rambow unter Zuhilfenahme des Finckh'schen Stenogramms. Die Herausgabe dieser Vorträge innerhalb der Rudolf Steiner Gesamtausgabe – erstmals 1971 durch Johann Waeger und Paul Jenny - basiert auf einem kritischen Textvergleich beider Stenogramme durch Hedwig Frey, der auch für die zweite Auflage hinzugezogen wurde. Aus dieser erneuten Überprüfung resultierende Korrekturen sind in den Hinweisen vermerkt.

Zu diesem Band- Der Einladung (s.u.) des «Schweizer Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus» und des «Bundes für anthroposophische Hochschularbeit» zum «Orientierungskurs» für Mitarbeiter der anthroposophischen und Dreigliederungsbewegung in der Schweiz folgten laut Teilnehmerliste 58 Persönlichkeiten. Anlaß zu diesem Kurs war der von Rudolf Steiner im Januar des selben Jahres in Stuttgart gehaltene sogenannte «Agitatoren-Kurs» (innerhalb der Gesamtausgabe vorgesehen für den Band Bibl.-Nr. 338), dem im Februar der Kursus «Wie wirkt man für den Impuls der Dreigliederung des sozialen Organismus? - Ein Kursus für Redner», Dornach 1969, folgte (GA Bib).-Nr. 338).

Auszüge aus dem 2., 5. und 6. Vortrag sind innerhalb der Gesamtausgabe enthalten in dem Band «Methodik und Wesen der Sprachgestaltung», GA Bibl.-Nr. 280, Dornach 1983 (S. 170- 200).

Werke Rudolf Steinern innerhalb der Gesamtausgabe (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.

Einladungsschreiben:

Schweizer Bund für Dreigliederung des sozialen Organismus

Dornach, Haus Friedwart am Goetheanum den 1. Oktober 1921

Wir haben an Herrn Dr. Steiner die Anfrage gerichtet, ob er sich bereit erklären würde zur Abhaltung eines

orientierenden Kursus für die Mitarbeiter in der
anthroposophischen und Dreigliederungsbewegung in der Schweiz

entsprechend dem Stuttgarter Agitatoren-Kurs vom Februar dieses Jahres.

Herr Dr. Steiner hat sich bereit erklärt, einen solchen Kursus vom 10. bis 16. Oktober 1921 abzuhaken.

Wir laden Sie reit etwa fünfzig X'Iitarbeitern pur Teilnahme an diesem Kursus ein und ersuchen Sie dringend, uns Ihre Zusage so resch als möglich bekanntzugeben. Wollen Sie uns gleichzeitig auch mitteilen, ob und zu welchem Preise wir Ihnen für Unterkunft und verpflegung sorgen sollen. Da finanzieille Schwierigkeiten die Teilnahme an diesem Kursus nicht unmöglich machen sollten, bitten wir gegebenenfalls um Mitteilung, ob die Bereitstellung eines Freiplatzes (freies Quartier und freie Verpflegung) nötig ist.

Wir sind uns klar darüber, daß von unserer Arbeit in den nächsten Monaten es abhängen wird, ob das Goetheanum für die Schweiz zu der Bedeutung gelangt, die ihm zukommt.

Schweizer Bund für Dreigliederung
des sozialen Organismus
Bund für anthroposophische Hochschularbeit

Witly Storrer Willy Stokar

zu Seite

9 Bewegung für Anthroposophie und Dreigliederung: Während die anthroposophische Bewegung zum Zeitpunkt dieser Vorträge bereits auf eine etwa zehn Jahre währende Wirksamkeit zurückblicken konnte - die Gründung der Anthroposophischen Gesellschaft erfolgte in den Jahren 1912/13 -, war die Dreigliederungsbewegung noch verhältnismäßig jung. Mit der Veröffentlichung seiner Schrift «Die Kernpunkte der sozialen Frage» (GA Bibl.-Nr. 23) im April 1919 und dem in mehreren Tageszeitungen publizierten Aufruf «An das Deutsche Volk und an die Kulturwelt» (siehe GA Bibl.-Nr. 23) waren durch Rudolf Steiner die geistigen Grundlagen gegeben, die noch im gleichen Monat zur Gründung des «Bundes für Dreigliederung des sozialen Organismus» und damit zu zahlreichen Aktivitäten auf politischem und sozialem Felde führten. Am 30. April forderte Rudolf Steiner Roman Boos auf, in die Schweiz zurückzukehren und die dortige Dreigliederungsarbeit zu übernehmen. Am 31. Juli erschien in Zürich, herausgegeben von Roman Boos, die erste Nummer der Zeitschrift «Soziale Zukunft», nachdem bereits am 11. Juli in Stuttgart unter der Schriftleitung von Ernst Uehli die erste Nummer der Wochenzeitung «Dreigliederung des sozialen Organismus» erschienen war. Die von Rudolf Steiner in diesen Zeitschriften veröffentlichten Aufsätze sind enthalten in dem Band «Aufsätze über die Dreigliederung des sozialen Organismus und zur Zeitlage 1915-1921», GA Bibl.-Nr. 24.

11 hier im Goetheanum: Von Rudolf Steiner begründete Freie Hochschule für Geisteswissenschaft. Dient heute als Tagungs- und Schulungsstätte. Zugleich Ort künstlerischer Darbietungen (Mysteriendramen, Faustaufführungen, Eurythmie u. a.). Das Goetheanum in Dornach/Schweiz war ein künstlerisch in Holz gestalteter Doppelkuppelbau, erbaut 1913-1922 unter der Leitung von Rudolf Steiner. Der im Inneren noch nicht ganz fertiggestellte, aber seit 1920 in Betrieb genommene Bau, fiel in der Silvesternacht 1922/23 einem Brand zum Opfer. Für einen zweiten, in Beton errichteten Bau, schuf Rudolf Steiner das Außenmodell. Er wurde in den Jahren 1928/29 fertiggestellt. Siehe Rudolf Steiner, «Wege zu einem neuen Baustil», GA Bibl.-Nr. 286.

12 einen Vortrag des berühmten Helmholtz: Hier handelt es sich um den von dem Physiker und Physiologen Hermann von Helmholtz (1821 - 1894) im Jahre 1892 bei der Generalversammlung der Goethegesellschaft zu Weimar gehaltenen Vortrag über «Goethes Vorahnung kommender naturwissenschaftlicher Ideen». Siehe «Berichte des Freien Deutschen Hochstiftes», 1893, S. 225.

13 Philosophenkongreß in Bologna: 4. Internationaler Philosophie-Kongreß 1911. Rudolf Steiner hielt dort am 8. April 1911 den Vortrag «Die psychologischen Grundlagen und die erkenntnistheoretische Stellung der Theosophie», abgedruckt in «Philosophie und Anthroposophie. Gesammelte Aufsätze 1904- 1923», GA Bibl.-Nr. 35.

16 die Pädagogik der Waldorfschule: Bereits im Jahre 1884 forderte Rudolf Steiner die Befreiung des Erziehungswesens von jeglicher staatlicher Bevormundung. Die Wirren des Ersten Weltkrieges ließen in ihm diesen Gedanken in Verbindung mit einem umfassenden Vorschlag zur Neugestaltung des sozialen Lebens neu entstehen. Von der zukunftsweisenden Kraft dieser Ideen überzeugt, wandte sich Emil Molt, Direktor der WaldorfAstoria-Zigarettenfabrik, an Rudolf Steiner mit der Bitte, die Gründung einer Schule für die Kinder seiner Arbeiter vorzubereiten und deren Leitung zu übernehmen. Im Herbst 1919 konnte die erste Freie Waldorfschule in Stuttgart eröffnet werden. Sie wurde Ausgangspunkt für weitere Schulgründungen in der ganzen Welt. In Seminaren und etwa 200 Vorträgen vor Lehrern und einer interessierten Öffentlichkeit legte Rudolf Steiner die Grundlagen einer geisteswissenschaftlichen Menschenkunde dar und gab zahlreiche Anregungen zur Erneuerung der Methodik und Didaktik für nahezu alle Unterrichtsgebiete. Siehe Rudolf Steiner «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft», Dornach 1981; «Die geistig-seelischen Grundkräfte der Erziehungskunst», GA Bibl.-Nr. 305; «Allgemeine Menschenkunde als Grundlage der Pädagogik», GA Bibl.-Nr. 293.

17 Walter Johannes Stein, 1891-1957. Geschichtslehrer an der Freien Waldorfschule inStuttgart von 1919-1932. Historiker und Publizist. In den vorangegangenen Auflagen hieß es an dieser Stelle: «So fängt einer der Lehrer ...»

20 Michael Bernays, 1834-1897. Literaturhistoriker und Goethe-Forscher.

28 die Weimarische Nationalversammlung: Mit den Wahlen zur Nationalversammlung am 19. Juni 1919 wurde in Deutschland der Weg gebahnt zu einer parlamentarisch-demokratischen Republik. Sitz der Nationalversammlung, die u. a. am 23. Juni 1919 die Reichsregierung zur Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrages ermächtigte, war Weimar. Am 11. August 1919 wurde die von der Nationalversammlung beschlossene Reichsverfassung vom Reichspräsidenten, dem in dieser Verfassung eine starke Position eingeräumt wurde, unterzeichnet.

31 Ernst Curtius, 1814 - 1896. Archäologe und Geschichtsschreiber; von 1871-1893 ständiger Sekretär der Akademie der Wissenschaften in Berlin.

35 Aristoteles, 384-322 v. Chr. Siehe seine Schriften zur Logik, insbesondere die «Kategorienlehre».

36 William James, 1842-1910. Professor für Philosophie an der Harvard Universität; der bedeutendste (amerikanische) Vertreter der modernen introspektiven Psychologie und des Pragmatismus. Verfasser zahlreicher psychologischer und philosophischer Werke, u.a. «Human Immortality» (1898) und «Pragmatism» (1907).

F.C.S. Schiller, 1864-1937. Professor in Oxford; Vertreter des Pragmatismus in England, mit dem er den Humanismus verband. Schrieb u. a. «Humanism» (1903).

Professor Mackenzie: John Stuart Mackenzie. 1860-1933. Professor für Logik und Moralphiiosophie in Cardiff. «Lectures on Humanism», London 1907.

37 Hans flaihinger, 1852-1933. Philosoph, Professor in Halle a.d.S., Herausgeber der «Kantstudien», Begründer der «Kantgeselischaft». In seiner «Philosophie des Als ob» bezeichnet er seinen (von F.A. Lange beeintflußten) Standpunkt als «idealistischen Positivismus». Siehe «Die Philosophie des Als ob. System der theoretischen, praktischen und religiösen Fiktionen der Menscheit zuf Grund eines idealistischen Positivismus», 1911.

39 Ich habe ... davon gesprochen, daß Goethe eigentlich in Wirklichkeit gar nicht geboren ist: Siehe den Vortrag vom 8. Oktober 1921, in «Anthroposophie als Kosmosophie», GA Bibl.-Nr. 207, Dornach 1981, S. 122. Im Zusammenhang mit Goethes dramatischen Dichtungen sagt Rudolf Steiner dort: «Er hat nicht vollständig die dramatische Dichtung herausgesetzt; er war dazu dichterisch veranlagt, ist aber niemals eigentlich ein wirklich dramatischer Dichter geworden, sondern ist vorher steckengeblieben, hat sich wiederum zurückgewendet und hat das in einer plastischen Weise zum Ausdrucke gebracht. Man könnte sagen, und das ist wirklich etwas, was Goethe charakterisiert, was einem kommt, wenn man ihn so recht betrachtet: Goethe ist ein Mensch, der eigentlich nie so recht geboren worden ist.- Er hat eine Farbenlehre verfaßt und war doch nicht im wirklichen Sinne ein Physiker. Er hat sich mit Naturwissenschaft befaßt, aber er hat es nicht in das vollständig Fachliche hineingebracht. Kurz, er ist eigentlich nirgends ganz in die Welt herausgetreten. Er ist nicht ordentlich zur Welt gekommen.»

40 So ist sogar, wenn auch einseitig, das Schöne definiert worden von Hegel, von Hartmann und anderen: In früheren Auflagen hieß es: «So ist sogar, wenn auch einseitig, das Schöne definiert worden von Haeckel, Darwin und anderen.»

in meinem Wiener Vortrag «Goethe als Vater einer neuen Ästhetik»: Gehalten am 9.

November 1888 im Wiener «Goethe-Verein». Siehe «Kunst und Kunsterkenntnis», GA Bibl.-Nr. 271; «Methodische Grundlagen der Anthroposophie. Gesammelte Aufsätze», GA Bibl.-Nr. 30; «Goethe-Studien. Schriften und Aufsätze in den Jahren 1884-1901», Taschenbuch 634 und Einzelausgabe «Goethe als Vater einer neuen Ästhetik», Dornach 1963. Über die Ästhetik Hegels und Eduard von Hartmanns heißt es in diesem Aufsatz: «Ich kann nämlich nicht übereinstimmen mit dem, was der neueste Geschichtsschreiber und Systematiker der Ästhetik, Eduard von Hartmann, findet, daß Hegel wesentlich über Schelling in diesem Punkte hinausgekommen ist ... Hegel sagt ja auch: ‹Das Schöne ist das sinnliche ScheinenderIdee.›»

47 als noch in Mitteleuropa gewirkt werden konnte: Im Jahre 1919 trat Rudolf Steiner vor allem in Baden-Württemberg in zahlreichen öffentlichen Vorträgen für den Gedanken der Dreigliederung des sozialen Organismus ein. Unter anderem schuf er in mehreren Vorträgen und Besprechungen die Voraussetzungen, die in einigen Stuttgarter Industriebetrieben zur Gründung von Betriebsräten führten. Um die Befreiung des Geisteslebens aus staatlicher Bevormundung ging es ihm bei seinem Einsatz für die Gründung von Kulturräten und der Begründung der ersten Freien Waldorf-Schule in Stuttgart, die Ausgangspunkt für eine heute weltweite Schulbewegung wurde. Siehe hierzu auch die Literaturübersicht am Schluß der Hinweise.

49 August Bebel, 1840-1913. Einer der bedeutendsten Führer der Arbeiterbewegung in Deutschland. Zusammen mit Wilhelm Liebknecht Gründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei, aus der dann später, vereint mit dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein die Sozialdemokratische Partei (SPD) hervorging.

50 Franz Mehring, 1846-1919. Sozialistischer Schriftsteller und Politiker. Begründer der marxistischen Literaturbetrachtung. «Die Lessing-Legende», 1893.

Erich Schmid4 1853 - 1913. Literaturhistoriker, Direktor des Goethe-Archivs in Weimar; Schüler und später Nachfolger Wilhelm Scherers in Berlin. «Lessing. Geschichte seines Lebens und seiner Schriften», 2 Bände, 1884 -1892. In «Mein Lebensgang», GA Bibl.-Nr. 28, Kap. XIV schreibt Rudolf Steiner über Schmidts Lessing-Biographie: «Die dichterischen Persönlichkeiten verschwanden aus der Betrachtung; eine Anschauung davon, wie sich tStoffe>, ~Motive) durch die Persönlichkeiten hindurch entwickelten, trat auf. Ihren Höhepunkt erreichte diese Anschauungsart in Erich Schmidts großer Lessing-Monographie. In dieser ist nicht Lessings Persönlichkeit die Hauptsache, sondern eine höchst sorgfältige Betrachtung des Minna von Barnhelm-, des Nathan-Motivs usw.»

52 Lessings «Laokoon Auffassung» ...: Gotthold Ephraim Lessing, 1729-1781. «Laokoon, oder über die Grenzen der Malerei und Poesie», Berlin 1766. «Hamburgische Dramaturgie», 1767. «Minna von Barnhelm», 1763.

ich habe ja jahrelang eine Arlaeiterbildungsschule versorgt:In den Jahren 1899 - 1904 unterrichtete Rudolf Steiner an der von Wilhelm Liebknecht begründeten Arbeiterbildungsschule in Berlin. Siehe hierzu Rudolf Steiner «Mein Lebensgang», Kap. XXVIII, GA Bibl.-Nr. 28; «Briefe II, 1892-1902», Dornach 1953, S. 30; Johanna Mücke/Alwin Rudolf, «Erinnerungen an Rudolf Steiner und seine Wirksamkeit an der Arbeiterbildungsschule in Berlin 1899 - 1904», Basel 1979; «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe», Heft Nr. 36, Dornach 1971/72, S. 21f.; Rudolf Steiner, «Über Philosophie, Geschichte und Literatur. Darstellungen an der Arbeiterbildungsschule und der Freien Hochschule in Berlin 1901 bis 1905», GA Bibl.-Nr. 51.

56 E. Marlitt(Pseudonym für Eugenie John), 1825- 1887, Unterhaltungsschriftstellerin, «Geheimnis der alten Mamsell».

57 Jakob Böhme1575-1624. Mystiker und Philosoph; von Beruf Schuhmacher in Görlitz. Hans Sachs, 1494-1576. Meistersinger, Dichter und Schuhmacher in Nürnberg.

65 «Futurum» AG, Ökonomische Gesellschaft zur internationalen Förderung wirtschaftlicher und geistiger Werte, Dornach 1920-1924, begründet am 16. Juni 1920 als assoziatives Unternehmen im Sinne der Dreigliederung des sozialen Organismus. Bis März 1922 war Rudolf Steiner Präsident des Verwaltungsrates. Der Futurum AG gehörten dreizehn Unternehmungen an.

«Der Kommende Tag», Aktiengesellschaft zur Förderung wirtschaftlicher und geistiger Werte, Stuttgart 1920-1925. Begründet am 13. März 1920 als assoziatives Unternehmen im Sinne der sozialen Dreigliederung. Vorsitzender des Aufsichtsrates bis 1923 Rudolf Steiner. Dem «Kommenden Tag» waren bis zu siebzehn Unternehmungen eingegliedert.

«Die Kernpunkte der sozialen Frage»: Eine englische Übersetzung unter dem Titel «The Threefold State. The True Aspect of the Social Question» lag bereits im Jahre 1920 vor. Am 16. September wurde in den «Daily News» eine Besprechung von Wilson Harns abgedruckt. Siehe «Nachrichten der Rudolf Steiner-Nachlaßverwaltung» (jetzt: «Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe»), Nr. 27/28, S. 10/11. Im selben Heft ist auch eine kurze Stellungnahme Rudolf Steiners zum Problem der Übersetzung der «Kernpunkte» abgedruckt (S. 55/56).

71 Begriffe des Proletariats... in meinen «Kernpunkten»: Siehe das Kapitel «Die wahre Gestalt der sozialen Frage, erfaßt aus dem Leben der modernen Menschheit», GA Bibl.-Nr. 23, Dornach 1976, S. 29 ff.

73 Kunst, das ist Blumeiithal: Oskar Blumenthal, 1852-1917. Lustspielautor, u.a. «Im weißen Röß!».

74 Albert Einstein, 1879-1955. Physiker. «Die Grundlagen der allgemeinen Relativitätstheorie», 1916.

Alexander Moszkozvski, 1851-1934. «Einstein. Einblicke in seine Gedankenwelt», Hamburg und Berlin 1921.

76 4. Abschn., 3. Zeile: Textkorrektur sinngemäß. Wortlaut früherer Auflagen: «... das Indie Hand-Nehmen der Stimmung hat also ...»

Max Dessoir, 1867-1947. Philosoph. Siehe auch: Rudolf Steiner, «Von Seelenrätseln», GA Bibl.-Nr. 21, II «Max Dessoir über Anthroposophie».

79 in der letzten Nummer der «Dreigliederung»: Wochenzeitung nDreigliederung des sozialen Organismus», 3. Jg. Nr. 15 vom 12. Oktober 1921. Aufsatz von Rudolf Steiner «Bismarck, der Mann des politischen Erfolges» (1898), innerhalb der Gesamtausgabe in dem Band «Gesammelte Aufsätze zur Kultur- und Zeitgeschichte 1887-1901», GA Bibl.-Nr. 31, Dornach 1966, S. 263ff.

Heinrich Rickert, 1833-1902,Politiker.

Otto, Fürst von Bismarck, 1815-1898. In der Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses vom 2. Juni 1865 antwortete Bismarck auf die Einwände der Abgeordneten Ricken und Virchow: «Nun frage ich, was soll man denn, wenn man zu Schiffe fährt, anderes tun, als das Ruder nach dem Winde drehen, wenn man nicht etwa selbst Wind machen will.» Siehe Bismarck, «Die gesammelten Werke», 10. Band (Reden 1847-1869),1. Aufl. Berlin o.J. (1928), S. 244.

81 Ich wurde in Holland ... eingeladen: Auf Einladung des «Verein für Philosophie» sprach Rudolf Steiner am 1. März 1921 in der Aula der Universität zu Amsterdam über das Thema «Philosophie und Anthroposophie». Der Vortrag ist noch nicht innerhalb der Gesamtausgabe erschienen. Vorgesehen für GA Bibl.-Nr. 75.

82 «Der Worte sind genug gewechselt»: «Faust» 1, Vorspiel auf dem Theater.

85 das Recht für diese Arbeit ... im Sinne der «Kernpunkte»: Siehe üI. Kapitel «Kapitalismus und soziale Ideen». Dort heißt es u. a. «Durch soziale Einrichtungen, die in der Richtung des hier Dargestellten liegen, wird der Boden geschaffen für ein wirklich freies Vertragsverhältnis zwischen Arbeitleiter und Arbeitleister. Und dieses Verhältnis wird sich beziehen nicht auf einen Tausch von Ware (beziehungsweise Geld) für Arbeitskraft, sondern auf die Festsetzung des Anteils, den eine jede der beiden Personen hat, welche die Ware gemeinsam zustande bringen.» (Dornach 1976, S. 99.)

86 wenn ein solches U eben stattfindet, wie es in den «Kernpunkten der sozialen Frage» beschrieben ist: Siehe III. Kapitel. Dort heißt es u. a.: «Nicht ein Mittel ist zu finden, wie das Eigentum an der Kapitalgrundlage ausgetilgt werden kann, sondern ein solches, wie dieses Eigentum so verwaltet werden kann, daß es in der besten Weise der Gesamtheit diene» (S. 111). «Den gesamten Kapitalbesitz so zu verwalten, daß der einzelne in besonderer Richtung begabte Mensch oder daß zu Besonderem befähigte Menschengruppen zu einer solchen Verfügung über Kapital kommen, die lediglich aus ihrer ureigenen Initiative entspringt, daran muß jedermann innerhalb eines sozialen Organismus ein wahrhaftes Interesse haben.» (106.)

89 in dem seminaristischen Kursus: «Erziehungskunst. Seminarbesprechungen und Lehrplanvorträge», GA Bibl.-Nr. 295. Siehe auch Rudolf Steiner/Marie Steiner-von Sivers, «Methodik und Wesen der Sprachgestaltung», GA Bibl.-Nr. 280 und «Die Kunst der Rezitation und Deklamation», GA Bibl.-Nr. 281.

98 Und es wallet ...: Aus Schillers Gedicht «Der Taucher». 105 Maximilian Kully, 1878 - 1936. Pfarrer in Arlesheim.

109 «Lex Heinze»: Name eines Nachtragsgesetzes vom 25. Juni 1900 zum Deutschen Strafgesetzbuch. Siehe auch Rudolf Steiner «Gegen die <Lex Heinze>», in «Gesammelte Aufsätze zur Kultur- und Zeitgeschichte 1887-1901», GA Bibl.-Nr. 31, Dornach 1966, S. 651ff.

Friedrich Wilhelm IV., 1795 -1861, König von Preußen seit 1840.

Friedrich Wilhelm IIL, 1770-1840, König von Preußen seit 1797.

von Klewiz: Wilhelm Anton von Klewiz, 1760-1838. Von 1817-1824 preußischer Finanzminister.

111 Eurythmie: Durch Rudolf Steiner inaugurierte Bewegungskunst. Siehe Rudolf Steiner, «Eurythmie. Die Offenbarung der sprechenden Seele», GA Bibl.-Nr. 277. «Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie», GA Bibl.-Nr. 277a. «Eurythmie als sichtbarer Gesang», GA Bibl.-Nr. 278. «Eurythmie als sichtbare Sprache», GA Bibl.-Nr. 279.

114 in der Freien Waldorfichule. Siehe Hinweis zu S. 16.

116 «Das Goetheanum»: Die erste Nummer der Wochenschrift erschien im August 1921. Die in dieser Zeitschrift von Rudolf Steiner veröffentlichten Aufsätze sind innerhalb der Gesamtausgabe enthalten in dem Band «Der Goetheanumgedanke inmitten der Kulturkrisis der Gegenwart», GA Bibl.-Nr. 36.

Jan Smuts, 1870-1950. Südafrikanischer Politiker. 1919-1924 und 1939-1948 Premierminister der Südafrikanischen Union.

117 jetzt wiederum in Genf. Während der ersten Zusammenkunft der Völkerbundsversammlung in Genf vom 15. Nov. - 18. Dez. 1920 wurde auch die Einrichtung eines Internationalen Gerichtshofes beschlossen.




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