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Die Mission einzelner Volksseelen

Schmidt-Nummer: S-2251

Online seit: 31st May, 2010

SECHSTER VORTRAG

Kristiania, 12. Juni 1910
morgens

Sie können sich denken, daß es eine sehr komplizierte Sache ist, wenn die Geister der verschiedenen Hierarchien mit ihren Kräften so zusammenwirken müssen, daß die Erdenmission erfüllt werden kann, sozusagen so wirken müssen, daß zuletzt eine Gleichgewichtslage herauskommt. Daher werden Sie auch begreifen, daß Angaben wie diejenigen, die gestern gemacht worden sind, immer nur dann gemacht werden können, wenn man einen ganz bestimmten Punkt der Entwickelung ergreift, und daß sich die ganze Darstellung sofort verändert, wenn man die Evolution an einem anderen Punkte betrachtet. Daher werden Sie auch, wenn Sie zu einem geschlossenen Verständnis gerade dieser sehr komplizierten Sache kommen wollen, immer den einen Vortragszyklus mit dem andern zusammenhalten müssen.

Ich will nur einen Punkt hervorheben, und das, was ich jetzt in diesem Augenblicke sage, soll eine Art von Anmerkung sein. In unserem Erdengleichgewicht stellt sich das ganze Zusammenwirken der Hierarchien so dar, daß wir das, was wir gestern als dritte Hierarchie bezeichneten — die Geister des Willens, die Cherubim und Seraphim —, suchen müssen als etwas, was in bezug auf diese Gleichgewichtslage aus der Erde heraus wirkt. Natürlich müssen Sie sich vorstellen, daß diese Hierarchie ursprünglich aus dem Weltall herein gegen den Erdmittelpunkt ihre Kräfte entfaltet, und daß, wie der Mensch diese Kräfte gewahr wird, nicht deren direkter Richtung entspricht, sondern der umgekehrten, welche sie erfahren, indem sie zurückgeworfen, reflektiert werden. Daher werden Sie zum Beispiel von dem ganz Intimen der Vorgänge, die da stattfinden, erst dann sich eine geschlossene Vorstellung zu machen vermögen, wenn Sie das gestern Gesagte mit manchem vergleichen, was über die Hierarchien in meinem Vortragszyklus in Düsseldorf gesagt worden ist, wo der himmlische Teil des Wirkens der drei Hierarchien in geschlossener Darstellung gegeben wurde. Diese Dinge sind eben nicht einfach, und um die Erdenmission begreiflich zu machen, ist es notwendig, den Gesichtspunkt so zu wählen, daß wir die Zurückstrahlungen der Geister dieser Hierarchien in dem, was wir die Elemente des Erdendaseins nennen, erblicken.

Wenn Sie dies berücksichtigen, dann werden Sie aber auch ein Gefühl bekommen von der unendlichen Weisheit, welche in dem ganzen Zusammenhang der Kräfte des Universums, der Kräfte des Kosmos ruht. Sie werden gewissermaßen auch dafür ein Gefühl erhalten, daß die Erkenntnisse immer weiter zu gehen haben, daß sie keine Grenze haben, da die Dinge so kompliziert sind, daß, wenn wir einen Gesichtspunkt erfaßt zu haben glauben, wir gleich genötigt sind, zu einem anderen überzugehen, der uns die Sache wieder von einer anderen Seite beleuchtet erscheinen läßt. Wir können nur nach und nach in unseren Erkenntnissen aufrücken, aber Sie werden dennoch aus den Andeutungen, die gestern gemacht worden sind, namentlich am Schlusse der Darstellung, sich etwas genauer bekannt gemacht haben mit dem, was man nennen kann: Zusammenwirken der abnormen und normalen Geister der Form, damit innerhalb unseres Erdenlebens nicht bloß ein einheitliches, sich über die ganze Erde ausbreitendes, gleichartiges Menschentum entsteht, sondern damit ein solches Menschentum entsteht, das sich in der Mannigfaltigkeit der einzelnen Rassen ausleben kann. Zu jenem einheitlichen Menschentum, das der Mensch nur im Verlaufe der Erdenevolution wieder erreichen kann, wäre notwendig gewesen die reine Wirksamkeit der normalen Geister der Form. Es sind das dieselben geistigen Wesenheiten, welche in der Genesis mit dem Namen der Elohim benannt werden, und es sind eigentlich im gesamten Universum, das die Erde umgibt und mit ihr zusammen ein Ganzes ausmacht, sieben solcher Geister der Form in normaler Entwickelung zu erkennen. Es gibt also sieben Geister der Form oder sieben Elohim. Wenn wir uns diese sieben Elohim mit ihren verschiedenen Missionen und dem Beruf, in der gesamten Erdenmission das Gleichgewicht oder die Liebe herzustellen, vorstellen wollen, dann müssen wir uns klar sein darüber, daß diese sieben Geister der Form in dem gesamten Weltall so zusammenwirken, daß wirklich das zustande kommen würde, was wir in einem der Vorträge als «den Menschen im zweiten Drittel seines Lebens» charakterisiert haben. Da würde der eigentliche Ich-Mensch sich ausprägen, wenn alle diese sieben Geister der Form in der entsprechenden Weise, wie sie es für sich allein durch ihre eigene Gemeinschaft sich vorgenommen haben, wirken könnten. Weil aber andere geistige Wesenheiten mitwirken und dieses einheitliche Menschentum vermannigfaltigen, so war im Kosmos eine ganz besondere Einrichtung notwendig. Wenn Sie heute die Lokalität im Kosmos suchen wollen, von der aus die normalen Geister der Form wirksam sind — also diejenigen Wesenheiten, die,wie ich das gestern charakterisierte, unszuletzt im Lichte entgegenstrahlen innerhalb unseres gegenwärtigen Kosmos —, so müssen Siedieselben in der Sonne suchen. Sie müssen jedesmal in der Richtung der Sonne jene kosmische Loge, jene Gemeinschaft im Weltall suchen, wo diese Geister der Form ihre Beratungen pflegen zur Herstellung des irdischen Gleichgewichts, zur Erfüllung der irdischen Mission. Nur eines war notwendig, damit die abnormen Geister der Form durch ihre Wirksamkeit nicht gar zu große Unordnung in bezug auf den Menschen hervorriefen, es war notwendig, daß sich einer der Geister der Form ablöste aus der Gemeinschaft, so daß Sie eigentlich nur sechs dieser Geister der Form oder Eiahirn in der Sonnenrichtung zu suchen haben. Einer dieser Geister mußte sich, damit durch die gleichzeitige Wirksamkeit der abnormen Geister der Form — die eigentlich Geister der Bewegung sind — nicht völlige Unordnung in das Gleichgewicht hineingebracht wurde, absondern. Das war derjenige, welcher in der Bibel, in der Genesis, Jahve oder Jehova genannt wird. Wenn Sie dessen Wirksamkeit im Weltall suchen wollen, so dürfen Sie nicht suchen in der Richtung, wo die Sonne steht, sondern in der Richtung, wo sich jeweilig der Mond befindet. Das ist auch in meiner «Geheimwissenschaft» angedeutet, nur von einer anderen Seite her betrachtet, indem gezeigt wird, daß die Geister der Form mit der Sonnentrennung weggehen, daß aber mit der besonderen Einrichtung, die mit der Mondtrennung zustande kommt, erst die Vorbedingung für die fernere Entwickelung des Menschen geschaffen wird. Denn, wenn der Mond mit der Erde vereinigt geblieben wäre, so hätte die Evolution des Menschen nicht stattfinden können. Diese fernere Evolution des Menschen ist nur dadurch möglich gewesen, daß einer der Elohim, Jahve, mit dem Monde heraustrat — während die anderen sechs Geister in der Sonne verblieben —, nur dadurch, daß Jahve im Entgegenwirken zusammenwirkte mit seinen sechs anderen Genossen.

Sie können nun die Frage aufwerfen: Warum wurde überhaupt diese Sonne abgespalten? Das war aus folgenden Gründen notwendig. Nachdem einmal ältere Geister der Bewegung, welche eine größere Kraft als die Geister der Form haben — denn sie stehen in der Reihe der Hierarchien höher —, sich entschlossen hatten, zurückzubleiben, mußten die normalen Geister der Form ihre Wirksamkeit durch die Abspaltung des einen abschwächen. Sie hätten sonst nicht das Gleichgewicht hervorbringen können, welches für die fernere Entwickelung erforderlich war.

Wenn wir eine genügende Vorstellung haben wollen von dem Wirken dieser normalen Geister der Form, so ist es das Beste, wenn wir uns sagen: Sie strahlen uns im Sonnenlichte zu. Wenn wir aber von den abnormen Geistern der Form eine Vorstellung gewinnen wollen, wie sie zusammenwirken mit den normalen Geistern der Form, die gleichsam zentriert sind in der Sonne — denn nur, damit das Gleichgewicht hergestellt werden kann, hat sich Jehova in der Mondrichtung abgespalten —, dann müssen wir uns vorstellen, daß eine bestimmte Sonnenkraft, die in den normalen Geistern der Form uns zuströmt, abgeändert wird durch die Kraft, die uns zuströmt von den abnormen Geistern der Form, die eigentlich Geister der Bewegung sind. Diese finden ihren Mittelpunkt in den anderen fünf Planeten, im alten Planetenstile gesprochen. Da haben Sie den Mittelpunkt zu suchen für diese anderen, für die abnormen Geister der Form, also im Saturn, Jupiter, Mars, Venus, Merkur.

Jetzt haben Sie, wenn Sie in den Kosmos hinaussehen, eine Art Verteilung für die normalen und abnormen Geister der Form. Die normalen Geister der Form sind zu sechs zentriert in der Sonne, der Eine — Jahve oder Jehova — hält das Gleichgewicht jenen, vom Monde aus, indem er den letzteren regiert und leitet. Beeinflußt werden die Wirkungen dieser Geister der Form durch jene Wirkungen, die von Saturn, Jupiter, Mars, Venus und Merkur ausgehen. Diese Kräfte strahlen herunter auf die Erde, werden aufgehalten und strahlen wieder von der Erde auf in der Weise, wie das gestern am Ende des Vortrages beschrieben worden ist.

Wenn Sie also ein Stück Erdoberfläche haben, und von der Sonne aus eine bestimmte Wirkung auf dieselbe durch die Elohim oder normalen Geister der Form ausgeübt wird, so würde auf dem betreffenden Punkte der Erdoberfläche nichts anderes entstehen als das ganz normale Ich. Es würde dasjenige entstehen, was dem Menschen sein normales Sein, durchschnittlich sein gesamtes Menschentum gibt. Nun mischen sich hinein in diese Kräfte der Geister der Form — die sonst durch die Gleichgewichtslage hier auf der Oberfläche tanzen würden — zum Beispiel die Kräfte des Merkur. Dadurch tanzt und vibriert in dem, was hier als Kraft der Geister der Form sich entfaltet, nicht nur das Normale,sondern auch dasjenige,w-as sich hineinmischt in dienormalen Kräfteder Elohim, in die normalen Kräfte der Geister der Form, nämlich das, was von diesen in den Mittelpunkten der einzelnen Planeten zentrierten, abnormen Geistern der Form kommt. Hieraus ergibt sich, daß fünf Mittelpunkte der Beeinflussung möglich sind durch diese abnormen Geister der Form, und diese fünf Mittelpunkte der Beeinflussung ergeben in ihrer Rückstrahlung, in ihrer Reflektierung vom Erdmittelpunkte aus auf die Menschheit in der Tat dasjenige, was wir anerkennen als die fünf Grundrassen im Erdendasein.

Wenn wir den Punkt, den wir vor einigen Tagen in unseren Darlegungen in Afrika gefunden haben, uns jetzt näher dadurch charakterisieren, daß, weil die normalen Geister der Form zusammenwirken mit denjenigen abnormen Geistern der Form, die im Merkur zentriert sind, die Rasse der Neger entsteht, so bezeichnen wir okkult ganz richtig das, was in der schwarzen Rasse herauskommt, als die Merkur-Rasse.

Jetzt verfolgen wir diese Linie weiter, die wir dazumal durch die Mittelpunkte der einzelnen Rassenausstrahlungen gezogen haben. Da kommen wir nach Asien und finden die Venus-Rasse oder die malayie sehe Rasse. Wir kommen dann durch das breite Gebiet Asiens hindurch und finden in der mongolischen Rasse die Mars-Rasse. Wir gehen dann herüber auf europäisches Gebiet und finden in den europäischen Menschen, in ihrem Urcharakter, in ihrem Rassencharakter die Jupiter-Menschen. Gehen wir über das Meer hinüber nach Amerika, wo der Punkt, der Ort ist, an dem die Rassen oder Kulturen sterben, so finden wir die Rasse des finsteren Saturn, die ursprüngliche indianische Rasse, die amerikanische Rasse. Die indianische Rasse ist also die Saturn-Rasse. Auf diese Weise bekommen Sie, wenn Sie sich okkult die Sache immer genauer vorstellen, die Kräfte, die in diesen Weltenpunkten, diesen fünf Planeten, ihre äußere materielle Offenbarung erfahren haben.

Wenn Sie sich davon eine immer deutlichere und konkretere Vorstellung machen, dann bekommen Sie eine innere Erkenntnis dieser eigentümlichen, über die Erde hin verbreiteten Rassen-Charaktere, eine Erkenntnis dieses eigenartigen Zusammenwirkens der normalen und der abnormen Geister der Form. Damit haben wir gleichsam das Bild gezeichnet, wie wir es in einem bestimmten Punkt festhalten können. Aber es gilt das, was ich gesagt habe für die verschiedenen Punkte der Erde, wieder nur für einen ganz bestimmten Zeitpunkt der Entwickelung. Es gilt für den Zeitpunkt, wo an einem bestimmten Momente der alten atlantischen Entwickelung die Völkerzüge von einem Punkt der Atlantis ausgehen und dorthin wandern, wo sie die entsprechende Rassenausbildung in dem betreffenden Punkte erhalten können. Daher finden Sie in meiner «Geheimwissenschaft» auch darauf hingewiesen, daß in der alten Atlantis, an ganz bestimmten Mysterienstätten, die dort die atlantischen Orakel genannt sind, die Leitung dieser Verteilung der Menschen über die Erde in die Hand genommen wird, so daß in der Tat jenes Equilibrium, jene Gleichgewichtslage hervorgebracht werden konnte, die zur entsprechenden Rassenverteilung führte. In einem solchen Mysterien-Orakel wurden immer die Wahrheiten erforscht, die wir jetzt erzählen, und ursprünglich hat man sich ganz danach gerichtet. Es wurde auf diese Weise das, was auf der Erde geschah, von solchen Zentren aus in entsprechender Weise geleitet.

Wir haben also gleichsam in der Völkerströmung, die durch Afrika hinüberzog und sich in der äthiopischen Rasse auskristallisierte, einen Impuls zu suchen, der von dem Merkur-Orakel gegeben werden konnte, in dem man ganz genau beobachtete, wie zusammenwirkten die normalen Geister der Form, die sechs Elohim mit Jahve oder Jehova, und wie hineinwirkten die abnormen Geister der Form, die vom Mittelpunkte des Merkur aus wirkten. Nach dem astrologischen Zusammenwirken dieser verschiedenen Punkte der Kräfte wurde der Gleichgewichtspunkt ausgesucht auf unserer Erde und danach wurde der Gleichgewichtspunkt als Ausstrahlungspunkt für die betreffende Rasse angenommen.

In ähnlicher Weise wurde auch die Bildung der anderen Rassen geleitet. Danach wird dann die große Landkarte gezeichnet, in welche die Einflüsse eingetragen werden mit Bezug auf Völker, Geschlechter und so weiter. Das ist die große Landkarte, die ein Abbild der Himmelswirksamkeit ist, die dadurch entsteht, daß die Kräfte der Himmelswirksamkeit in die Erde hineinstrahlen, von ihr zurückstrahlen und den Menschen bestimmen.

Als was können wir nun einen Menschen der Merkur-Rasse, der äthiopischen Rasse ansehen? Wir können ihn so ansehen, daß wir sagen: Dieser Mensch ist ursprünglich durch die Elohim dazu bestimmt, dazu veranlagt gewesen, das gesamte Menschliche in seiner Totalität in sich auszudrücken. Aber nun wirkten von dem Merkurmittelpunkt aus die abnormen Geister der Form mit großer Gewalt und variierten den Menschen so, daß die Form der äthiopischen Rasse herauskam. Und so ähnlich verhält es sich bei jeder einzelnen Rasse. Dadurch aber, daß die Völkerströmungen in ganz bestimmter Weise von dem ursprünglichen Mittelpunkte aus geleitet worden sind, ist erst diese Linie, die ich Ihnen vor einigen Tagen zeichnete, entstanden. Sie müssen sich also denken, daß die Geister der Form von einem Mittelpunkte ausstrahlten. Diesen Mittelpunkt haben wir anzunehmen in einem bestimmten Zeitpunkte der alten Atlantis. Da haben wir das, was sich hinuntersenkt in den atlantischen Kontinent und ihn so ausgestaltet, daß die Menschengeister unter die Herrschaft der entsprechenden abnormen Geister der Form gebracht wurden.

Damit war die große Völkergrundlage geschaffen, und der Mensch hat, wenn er hinaufsieht in die unendlichen Weiten des Himmelsraumes, dort die Kräfte zu suchen, welche ihn konstituierten. Sie konstituierten ihn aber in ihrer Rückstrahlung von der Erde. Indem er hinaufblickt zu den normalen Geistern der Form, zu den Elohim, sieht er zu dem auf, was ihn eigentlich zum Menschen macht, und indem er hinaufblickt zu dem, was in den einzelnen Planetengeistern — abgesehen von Sonne und Mond — zentriert ist, sieht er das, was ihn zu einer bestimmten Rasse macht.

Wie arbeiten nun in und an den Menschen diese Rassengeister? Sie arbeiten in sehr eigentümlicher Art, so, daß sie, man möchte sagen, durchkochen seine Kräfte zunächst bis in den physischen Leib hinein. Nun wissen Sie ja, daß sich dasjenige, was wir die vier Grundteile des Menschen nennen, projiziert, abbildet in jeweiligen Teilen des physischen Leibes, so daß wir sagen können: Es bildet sich ab dasjenige, was das Ich ist, im Blut; dasjenige, was der astralische Leib ist, im Nervensystem; dasjenige, was der Adler- oder Lebensleib ist, im Drüsensystern, und erst der physische Leib ist ein Sichselbstsein, ein Abbild seines eigenen Wesens, das für den heutigen Menschen in sich selbst seine geschlossenen Gesetze hat. Das Ich bildet sich also ab im Blute, der Astralleib im Nervensystem, der Ätherleib im Drüsensystem.

Zunächst können diejenigen geistigen Wesenheiten, die da in dem Menschen kochen, damit sein Rassencharakter entsteht, nicht gleich unmittelbar in die höheren Teile hineinwirken. Sie kochen zunächst in diesen Abbildungen der höheren Glieder im physischen Leibe. In den physischen Leib können sie nicht recht herein, aber sie kochen in den drei anderen Gliedern: in dem, was Abbild des Ich ist, im Blut, in dem, was Abbild des Astralleibes ist, im Nervensystem und in dem, was Abbild des Ätherleibes ist, im Drüsensystem. In diesen drei Systemen, die dem physischen Leibe angehören, aber Abbilder der höheren Glieder sind, kochen die Rassengeister, die abnormen Geister der Form.

Sie sehen hier, daß des Menschen physischer Leib von innen bestimmt wird, so bestimmt wird, daß diese verschiedenen geistigen Wesenheiten eingreifen in die Glieder im physischen Leibe, welche die Projektionen, die Schattenbilder der höheren Glieder sind. Wo greift nun zum Beispiel der Merkur ein? — ich sage Merkur, um das zusammenzufassen, was sich als abnorme Geister der Form im Merkur befindet. Er greift so ein, daß er mit anderen zusammenwirkt, namentlich in das Drüsensystem. Er kocht in dem Drüsensystem drinnen, und da leben sich die Kräfte aus, die durch jenes Übergewicht der Merkurkräfte entstehen, die in der äthiopischen Rasse wirken. Alles, was der äthiopischen Rasse ihre besonderen Merkmale verleiht, das kommt davon her, daß die Merkurkräfte in dem Drüsensystem der betreffenden Menschen kochen und brodeln. Das kommt davon her, daß sie auskochen, was die allgemeine, gleiche Menschengestalt zu der besonderen der äthiopischen Rasse macht mit der schwarzen Hautfarbe, dem wolligen Haar und so weiter. Diese Modifikation der allgemeinen Menschengestalt kommt also von diesen Kräften her.

Gehen Sie nun weiter nach Asien herüber, so haben Sie in ähnlicher Weise etwas, was man als Venuskräfte bezeichnen könnte, als eine abnorme Ausgestaltung der Geister der Form. Diese Venuskräfte wirken wiederum, indem sie ihren Angriffspunkt vorzugsweise auf das verlegen, was wir Abbild des astralischen Leibes nennen, im Nervensystem. Aber sie wirken auf eine besondere Art, und zwar nicht direkt als Venusgeister, auf das Nervensystem. Es kann nämlich auf zwei Umwegen auf das Nervensystem gewirkt werden. Der eine Umweg ist durch die Atmung. Indem nämlich besonders auf die Atmung gewirkt wird, setzen sich im Menschen selber diese Wirkungen im Atmungsund im Nervensystem fest und geben ihm eine bestimmte Form. Diesen Umweg wählen sich die abnormen Geister der Form, die wir Venuswesen nennen können, eben in der malayischen Rasse, in den gelbschattierten Rassen von Südasien und nach den Inseln des malayischen Gebietes hin. Da ist ausgebreitet, so wie über das äthiopische Gebiet die Drüsenmenschheit, über diese Fläche die Menschheit, bei der die abnormen Geister der Form auf dem Umwege durch das Atmungssystem auf das Nervensystem wirken. Im Nervensystem wird auf dem Umwege über das Atmungssystem gewirkt. Im Nervensystem wird ausgekocht das, was mit besonderen Modifikationen die mehr oder weniger gelbgefärbte Menschheit gibt. Die Umwandlung, welche da bewirkt wird, drückt sich allerdings mehr in jenem Nervensystem aus, das wir mit dem Ausdruck Sonnengeflecht zusammenfassen, also nicht eigentlich in dem höheren Nervensystem, sondern in jenem geheimnisvollen Teile des Nervensystems, der in zwei Strängen parallel dem Rückenmark läuft und sich in der verschiedensten Weise ausbreitet. Es wird also in diesem Teile des Nervensystems auf dem Umwege durch das Atmungssystem gewirkt, der in unserem Sinne noch nicht zu der höheren geistigen Tätigkeit gehört. Es wird tief im unterbewußten Organismus durch diese Venuskräfte gewühlt, die in diesem Rassenteile der Menschheit wirken.

Jetzt gehen wir über die breiten, mongolischen Flächen herauf. Das sind diejenigen Flächen, in denen die Geister der Form vorzugsweise wirken, die den Umweg durch das Blut genommen haben. Da wird im Blute dasjenige ausgekocht, was die eigentliche Modifikation aus der Menschheit heraus, den Grundcharakter der Rasse bewirkt. Nun ist aber bei dieser mongolischen Rasse etwas höchst Eigentümliches vorhanden. Da gehen ins Blut hinein die Marsgeister. Sie arbeiten aber auf eine ganz bestimmte Weise im Blute, so daß sie den sechs Elohim, die in der Sonne zentriert sind, entgegenwirken können. Diesen sechs Elohim wirken sie also entgegen in der mongolischen Rasse. Dabei machen sie eine ganz besondere Attacke nach der anderen Seite, nach Jahve oder Jehova, der abgetrennt hat sein Wirkungsgebiet von dem der sechs Elohim. Aber außer diesem Zusammenwirken der Marsgeister mit den sechs Elohim und Jahve, das die mongolische Rasse ergibt, gibt es noch ein Besonderes. Wenn wir die Art dieses besonderen Einflusses angeben wollen, so müssen wir sagen: Wie in das Mongolische hinein die sechs Elohim von der Sonne, Jahve vom Monde und ihnen entgegen die Marsgeister wirken, so müssen wir in einem anderen Falle annehmen, daß von der Mondrichtung her die jahvekräfte wieder zusammentreten und zusammenwirken mit den Marsgeistern, und daß dadurch eine besondere Modifikation entsteht. Hier haben Sie, aus dem okkultesten Hintergrunde heraus erklärt, eine besondere Modifikation der Menschheit, nämlich diejenige, die zum Semitentum gehört. Im Semitenturn haben Sie eine Modifikation des gesamten Menschentums, so, daß sich ausschließt von den anderen Elohim Jahve oder Jehova und dieses Volk mit einem besonderen Charakter veranlagt, indem er zusammenwirkt mit den Geistern des Mars, um die besondere Modifikation dieses Volkes hervorzubringen. Jetzt werden Sie auch das Besondere einsehen, das in dem semitischen Volk und seiner Mission liegt. in einem gewissen, tiefen okkulten Sinn konnte der Schreiber der Bibel sagen, daß Jahve oder Jehova dieses Volk zu seinem Volke gemacht habe, und wenn Sie jetzt das dazu nehmen, daß hier ein Zusammenwirken stattfindet mit den Marsgeistern, und daß die Marsgeister ihre Angriffe vorzugsweise auf das Blut richten, dann werden Sie auch begreifen, warum gerade die fortgehende Wirkung des Blutes von Geschlecht zu Geschlecht, von Generation zu Generation für das semitisch-hebräische Volk von ganz besonderer Wichtigkeit ist, und warum im semitischen Volk der Gott Jahve sich als der Gott bezeichnet, der mit dem Blute herunterrinnt von Abraham, Isaak, Jakob und so weiter. Das ist der Weg, wie das Blut rinnt durch alle diese Geschlechter. Indem sich Jahve bezeichnet: «Ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs,» sagt er: Ich wirke in eurem Blute. — Was immer im Blute wirkt, was im Blute ausgefochten werden muß, das Zusammenwirken mit den Marsgeistern, das ist eines der Mysterien, die uns tief hineinführen in die weise Führung der gesamten Menschheit der Erde.

So also sehen Sie, daß auf das Blut der Menschheit in zweifacher Weise gewirkt wird, daß zwei Rassenbildungen sozusagen entstehen, indem auf das Blut der Menschheit gewirkt wird. Auf der einen Seite haben wir altes dasjenige, was wir die mongolische Rasse nennen, auf der anderen Seite dasjenige, was wir als zum Semitenturn gehörig bezeichnen können. Das ist eine große Polarität in der Menschheit, und wir werden auf diese Polarität unendlich Bedeutungsvolles zurückzuführen haben, wenn wir die Tiefen der Volksseelen werden verstehen wollen.

Wir haben noch weiter zu verfolgen, wie die Geister und Wesenheiten, die im Jupiter ihren Mittelpunkt haben, in dem Menschen kochen und brodeln. Diese wählen sich nun den zweiten Angriffspunkt, um unmittelbar auf das Nervensystem zu wirken, und zwar geht durch alles das, was die Sinne des Menschen sind, der eine Angriffspunkt; der andere Angriffspunkt, der in das Nervensystem hineinwirkt, geht auf dem Umwege durch das Atmungssystem in das Sonnengeflecht. Der Angriff, der von dem Jupiter ausgeht, geht auf dem Umweg durch die Sinneseindrücke und strömt von da aus auf die Teile des Nervensystems, die im Gehirn und Rückenmark zentriert sind. Da hinein fließen also bei denjenigen Rassen, die zur Jupiter-Menschheit gehören, jene Kräfte, die den Rassencharakter besonders ausprägen. Das ist bei den arischen, vorderasiatischen und europäischen Völkern, bei denen, die wir zu den Kaukasiern rechnen, mehr oder weniger der Fall. Da tritt die Modifikation der allgemeinen Menschheit, die von den abnormen Geistern der Form herrührt, dadurch ein, daß die abnormen Geister, die wir als Jupiter-Geister bezeichnen können, auf die Sinne einwirken. Also durch die Sinne werden die Kaukasier bestimmt.

Nun werden Sie auch begreifen, daß ein ganz eminent und bewußt unter dem Jupiter- oder Zeus-Einfluß stehendes Volk, wie die Griechen, die sich als Mittelpunkt für den Zeus-Einfluß fühlen, hervorragend bestimmt wird durch das, was durch die Sinne in das Nervensystem einfließt. Natürlich sind auch die Griechen beeinflußt durch die von der Sonne einströmenden Elohirn. Aber die Sache ging so vor sich, daß bei den Griechen alles, was auf die Sinne wirkt, dem Jupiter- oder Zeus-Einfluß hingegeben war, und dieses Volk dadurch seine Größe erlangte. In alledem, was die Griechen sehen als äußere Form, äußeres Leben, ist für sie ein wichtiger Sinn vorhanden. Sie sehen das Geistige in den sinnlichen Anschauungen und werden dadurch das Grundvolk aller Plastik, das Grundvolk aller äußeren Formgebung. Damit haben wir schon hingewiesen auf eine ganz besondere Mission des griechischen Volkes, das gerade in ausgezeichneter Weise das Jupiter- oder Zeus-Volk ist, welches sich, auch in der Zeit, in der insbesondere durch die eintretende Sternkonstellation das Zusammenwirken der Zeus- oder Jupiter-Kräfte mit den allgemeinen Elohirn-Kräften stattfand, als das Zeus-Volk fühlte.

Modifikationen dieses Jupiter-Einflusses sind im Grunde genommen alle vorderasiatischen und namentlich europäischen Völker, und Sie können jetzt schon ahnen — da der Mensch viele Sinne hat —, daß viele Modifikationen eintreten können und daß für die Ausgestaltung der einzelnen Völker innerhalb dieser Grundrasse, die durch die Einwirkung der Sinne auf das Nervensystem gebildet werden, der eine oder andere Sinn die Hegemonie erhalten kann. Dadurch können die verschiedenen Völker die verschiedenste Gestalt annehmen. Je nachdem das Auge oder das Ohr oder einer der anderen Sinne die Oberherrschaft hat, je nachdem werden die verschiedenen Völker in dieser oder jener Richtung disponiert zu der besonderen Volksrichtung innerhalb des Rassencharakters. Dadurch erwachsen ihnen ganz bestimmte Aufgaben. Eine Aufgabe, die besonders der kaukasischen Rasse obliegt, ist die: Sie soll den Weg machen durch die Sinne zum Geistigen, denn sie ist auf die Sinne hin organisiert.

Hier liegt etwas von dem, was auch in die tieferen Ausgangspunkte des Okkultismus hineinführt und Ihnen zeigen wird, daß bei denjenigen Völkern, deren Zeichen sozusagen in dem Venus-Charakter liegt, der Hauptausgangspunkt — auch in der okkulten Ausbildung — da genommen werden muß, wo das Atmen das Wichtigste ist. Dagegen muß bei allem, was mehr im Westen liegt, der Ausgangspunkt von einer Vertiefung und Vergeistigung dessen genommen werden, was in der Sinneswelt liegt. Das haben in den höheren Erkenntnisstufen, in der Imagination, Inspiration und Intuition ganz in dem Sinne, wie der Jupitergeist ursprünglich den Charakter modifiziert, diejenigen Volkstümer, die nach dem Westen gelegen sind. Deshalb gab es diese zwei Zentren immer in der Menschheitsevolution: jenes Zentrum, das sozusagen mehr von den Geistern der Venus regiert wurde, und jenes Zentrum, das mehr regiert wurde von den Geistern des Jupiter. Die Geister des Jupiter wurden besonders beobachtet in jenen Mysterien, in denen sich zuletzt zusammengefunden haben — wie diejenigen wissen werden, die an meinem vorjährigen Münchener Vortragszyklus teilgenommen haben — die drei Individualitäten, die drei geistigen Wesenheiten des Buddha, des Zarathustra oder Zarathas in seiner späteren Inkarnation und desjenigen großen Führers der Menschheit, den wir mit dem Namen Skythianos bezeichnen. Das ist das Kollegium, das sich, unter der Führung eines noch Größeren, die Aufgabe gesetzt hat, die geheimnisvollen Kräfte zu untersuchen, welche ausgebildet werden müssen für die Evolution der Menschheit, deren Ausgangspunkt genommen worden ist von jenem Punkte, der ursprünglich zusammenhängt mit den Jupiter-Kräften und in der erwähnten Landkarte der Erde vorherbestimmt war.

Auf das Drüsen-System endlich — nur auf dem Umwege durch alle anderen Systeme — wirkt dasjenige, was wir bezeichnen können als die abnormen Geister der Form, die im Saturn ihren Mittelpunkt haben. Da haben wir in allem, was wir als Saturn-Rasse zu bezeichnen haben, in allem, dem wir den Saturn-Charakter beizumessen haben, etwas zu suchen, was sozusagen zusammenführt, zusammenschließt das, was wieder der Abenddämmerung der Menschheit zuführt, deren Entwikkelung in gewisser Weise zum Abschluß bringt, und zwar zu einem wirklichen Abschluß, zu einem Hinsterben. Wie sich das Wirken auf das Drüsensystem ausdrückt, sehen wir an der indianischen Rasse. Darauf beruht die Sterblichkeit derselben, ihr Verschwinden. Der Saturn-Einfluß wirkt durch alle anderen Systeme zuletzt auf das Drüsensystem ein. Das sondert aus die härtesten Teile des Menschen, und man kann daher sagen, daß dieses Hinsterben in einer Art Verknöcherung besteht, wie dies im Äußeren doch deutlich sich offenbart. Sehen Sie sich doch die Bilder der alten Indianer an, und Sie werden gleichsam mit Händen greifen können den geschilderten Vorgang, in dem Niedergang dieser Rasse. In einer solchen Rasse ist alles dasjenige gegenwärtig geworden, auf eine besondere Art gegenwärtig geworden, was in der Saturnentwickelung vorhanden war; dann aber hat es sich in sich selber zurückgezogen und hat den Menschen mit seinem harten Knochensystem allein gelassen, hat ihn zum Absterben gebracht. Man fühlt etwas von dieser wirklich okkulten Wirksamkeit, wenn man noch im neunzehnten Jahrhundert sieht, wie ein Vertreter dieser alten Indianer davon spricht, daß in ihm lebt, was vorher für die Menschen groß und gewaltig war, das aber die Weiterentwickelung unmöglich mitmachen konnte. Es existiert die Schilderung einer schönen Szene, bei welcher ein Führer der untergehenden Indianer einem europäischen Eindringling gegenübersteht. Denken Sie sich, was da Herz gegen Herz fühlt, indem sich zwei solche Menschen gegenüberstehen: Menschen, die von Europa herüberkamen, und Menschen, die in frühester Zeit, als die Rassen verteilt wurden, nach Westen hinübergegangen sind. Da haben die Indianer nach Westen hinübergenommen alles, was groß war in der atlantischen Kultur. Was war für den Indianer das Größte? Es war, daß er noch ahnen konnte etwas von der alten Größe und Herrlichkeit eines Zeitalters, das in der alten atlantischen Zeit vorhanden war, wo noch wenig um sich gegriffen hatte die Rassenspaltung, wo die Menschen hinaufschauen konnten nach der Sonne und wahrzunehmen vermochten die durch das Nebelmeer eindringenden Geister der Form. Durch ein Nebelmeer blickte der Atlantier hinauf zu dem, was sich für ihn nicht spaltete in eine Sechs- oder Siebenheft, sondern zusammenwirkte. Das, was zusammenwirkte von den sieben Geistern der Form, das nannte der Atlantier den Großen Geist, der in der alten Atlantis dem Menschen sich offenbarte. Dadurch hat er nicht mit aufgenommen das, was die Venus-, Merkur-, Mars- und Jupiter-Geister bewirkt haben im Osten. Durch dieses haben sich gebildet alle die Kulturen, die in Europa in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts zur Blüte gebracht wurden. Das alles hat er, der Sohn der braunen Rasse, nicht mitgemacht. Er hat festgehalten an dem Großen Geist der urfernen Vergangenheit. Das, was die anderen gemacht haben, die in urferner Vergangenheit auch den Großen Geist aufgenommen haben, das trat ihm vor Augen, als ihm ein Blatt Papier mit vielen kleinen Zeichen, den Buchstaben, von welchen er nichts verstand, vorgelegt wurde. Alles das war ihm fremd, aber er hatte noch in seiner Seele den Großen Geist. Seine Rede ist uns aufbewahrt; sie ist bezeichnend, weil sie auf das Angedeutete hinweist, und sie lautet etwa so: «Da in dem Erdboden, wo die Eroberer unseres Landes schreiten, sind die Gebeine meiner Brüder begraben. Warum dürfen die Füße unserer Überwinder über die Gräber meiner Brüder schreiten? Weil sie im Besitze sind dessen, was groß macht den weißen Mann. Den braunen Mann macht etwas anderes groß. Ihn macht groß der große Geist, der zu ihm spricht in dem Wehen des Windes, in dem Rauschen des Waldes, dem Wogen des Wassers, in dem Rieseln der Quelle, in Blitz und Donner. Das ist der Geist, der für uns Wahrheit spricht. Oh, der Große Geist spricht Wahrheit! Eure Geister, die ihr auf dem Papiere hier habt, und die dasjenige ausdrücken, was für euch groß ist, die sprechen nicht die Wahrheit.» So sagte der Indianerhäuptling von seinem Standpunkte aus. Dem Großen Geiste gehört der braune Mann, der blasse Mann gehört den Geistern, die in schwarzer Gestalt als kleine zwerghafte Wesen — er meinte die Buchstaben — auf dem Papier herumhüpfen; die sprechen nicht wahr. — Das ist ein welthistorischer Dialog, der gepflogen worden ist zwischen den Eroberern und dem letzten der großen Häuptlinge der braunen Männer. Da sehen wir, was dem Saturn mit seinem Wirken angehört und was aus dem Zusammenwirken mit anderen Geistern in einem solchen Momente, wo zwei Richtungen sich begegnen, auf der Erde entsteht.

So haben wir gesehen, wie auf der Oberfläche unserer Erde herbeigeführt wird die allgemeine Menschheit durch die Elohim oder die normalen Geister der Form, wie sich dann heraushebt aus der gesamten Menschenmasse, aus der gesamten Menschenflut dasjenige, was die fünf Hauptrassen der Menschheitsentwickelung sind und wie diese zusammenhängen mit den führenden Geistern in der Reihe der abnormen Geister der Form, die wir mit den Namen benennen müssen, welche wir den fünf Planeten entnehmen, während die normalen Geister der Form in der Sonne und im Mond zu suchen sind. Von da werden wir weitergehen, übergehen zu etwas, das uns leichter werden wird, weil wir an Bekanntes, an Stämme und Völker werden anknüpfen können.




Zuletzt aktualisiert: 07-Jan-2019
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