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Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte

Online seit: 15th October, 2013

HINWEISE

Die Situation, aus der heraus diese Vorträge gehalten worden sind, beschrieb Marie Steiner in ihren Vorbemerkungen zur ersten Buchausgabe von 1932 wie folgt:

«Dem hier veröffentlichten, im Jahre 1910 von Rudolf Steiner gehaltenen Vortragszyklus über <Die Geheimnisse der biblischen Schöpfungsgeschichte) waren zwei szenische Aufführungen auf einer Münchner Bühne vorangegangen: die Wiederholung des schon 1909 dargestellten Dramas von Edouard Schuré <Die Kinder des Luzifer. und Rudolf Steiners Rosenkreuzermysterium «Die Pforte der Einweihung>. Nicht unmittelbar zusammenhängend mit dem Inhalt der Vorträge wie im vorangegangenen Jahre, als das Thema gelautet hatte: <Der Orient im Lichte des Okzidents. Die Kinder des Luzifer und die Brüder Christi>, aber doch in der Stimmung anknüpfend an das eben erlebte dramatische Geschehen und in den Betrachtungen mehrmals darauf zurückgreifend war der nun dem Rosenkreuzerdrama folgende Zyklus. Deshalb scheint es nicht nur gerechtfertigt, sondern auch historisch gefordert, dem Zyklus den einleitenden Vortrag vorangehen zu lassen, der, beide Veranstaltungen verbindend, den Auftakt bildete zu den Betrachtungen über die Genesis und zugleich sich mit den dramatischen Situationen und Problemen beschäftigte, die auf der Bühne eben vorbeigezogen waren: dadurch manches Erkenntnisproblem erhellend. Wir bringen ihn in gekürzter Form, das Persönliche dabei auslassend, das den Dank an die Mitwirkenden und die Anerkennung ihrer Arbeitsleistung enthielt und das nun der Vergangenheit angehört; aber bestrebt, dasjenige der Zukunft zu erhalten, was ihr Erkenntnisquell und Kräftewecker werden kann.»

Textgrundlage: Die Vorträge wurden von Rudolf Steiner frei gehalten und von einem namentlich nicht bekannten stenographiekundigen Zuhörer mitstenographiert. Sie wurden nach dessen Klartextübertragung 1911 erstmals als Manuskriptdruck herausgegeben. Alle folgenden Auflagen beruhen auf diesem Erstdruck.

Der Titel des Bandes stammt von Rudolf Steiner; die Inhaltsangaben von den Herausgebern.

Seit der dritten Auflage erscheint der Wortlaut des einleitenden Vortrages ungekürzt, zugleich als ein Stück Geschichte der anthroposophischen Bewegung.

Werke Rudolf Steiners innerhalb der Gesamtausgabe (GA) werden in den Hinweisen mit der Bibliographie-Nummer angegeben. Siehe auch die Übersicht am Schluß des Bandes.

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  1. anthroposophisch; geisteswissenschaftlich: In der Nachschrift steht dafür gewöhnlich «theosophisch». Im Vorwort zu Rudolf Steiner, «Wendepunkte des Geisteslebens», schreibt Frau Marie Steiner: «Rudolf Steiner versuchte zunächst, das altehrwürdige Wort <Theosophie>, das durch den Dilettantismus Unberufener stark kompromittiert war, wieder zu Ehren zu bringen. Anknüpfend an Jakob Böhme und spätere deutsche Denker, konnte er dies versuchen. Aber die notwendige Distanzierung von dem, was um die Wende des zwanzigsten Jahrhunderts diesen Namen usurpiert hatte, ließ ihn später für seine okzidentalisch-christliche Strömung den Namen <Anthroposophie> wählen -, ein zutiefst begründeter Name, da durch Menschenerkenntnis hindurch hier zur Geist- und Welterkenntnis geschritten wird. Meistens jedoch gebrauchte er das schlichte deutsche Wort <Geisteswissenschaft>.»

  2. der vorjährige Zyklus: «Der Orient im Lichte des Okzidents. Die Kinder des Luzifer und die Brüder Christi», GA Bibl.-Nr. 113.

    Der Verfasser der «Kinder des Luzifer»: Edouard Schuré, Straßburg 1841 — 1912.

    «Die Kinder des Luzifer»: Drama von Edouard Schuré, übersetzt von Marie Steiner- von Sivers, in freie Rhythmen gebracht durch Rudolf Steiner. Dornach 1955.

    ein Vortrag gehalten worden ist: Anfang April 1902 im Kreise der «Kommenden ... Eine Nachschrift ist nicht erhalten.

    «Die großen Eingeweihten»: Von Edouard Schuré, in der Übersetzung von Marie Steiner-von Sivers und mit den Vorworten von Rudolf Steiner herausgegeben. Neueste Auflage O. W. Barth-Verlag Weilheim 1965.

  3. Sophie Stinde, 1853-1915, war mit ihrer Freundin Pauline von Kalckreuth, 1856-1929, Leiterin des Münchner Hauptzweiges und von 1907-1913 die Hauptorganisatorin der Münchner Festspielveranstaltungen, ferner Mitbegründerin und erste Vorsitzende (1911 — 1915) des Bauvereins. «Ihr danken wir, neben dem Aufbau der Arbeit in München, die Bühnenverwirklichung der Mysteriendramen Dr. Steiners. Und im Anschluß daran die Verwirklichung des Baugedankens» (Marie Steiner). Vgl. Rudolf Steiners Vorträge, nach dem Tode von Sophie Stinde gehalten in Stuttgart, 22., 23., 24. November 1915 in «Die geistigen Hintergründe des Ersten Weltkrieges», GA Bibl.-Nr. 174b.

    in einem künstlerischen Bilde: «Die Pforte der Einweihung». Ein Rosenkreuzermysterium durch Rudolf Steiner. In «Vier Mysteriendramen», GA Bibl.-Nr. 14.

  4. Adolf Arenson, 1855 Altona — 1936 Cannstatt. Seine Musik für die vier Mysteriendramen Rudolf Steiners erschien in der Klavierbearbeitung durch Leon Mouravieff 1961 im Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart.

  5. B'reschit bara elohim et haschamajim w'et ha'arez:

    Image 1

  6. /34 in meinem Buche: «Die Geheimwissenschaft im Umriß», GA Bibl.-Nr. 13. 37 Bet: Image 2, Resch: Image 3, Schin: Image 4.

  7. tohu wabohu (gesprochen wawohu): Image 5

  8. Ruach elohim m'rachephet: Image 6

  9. racheph: Image 7 brüten, schweben.

  10. rakia: Image 8

  11. Rosenkreuzerdrama: Siehe Hinweis zu Seite 17.

  12. Prager Zyklus: «Eine okkulte Physiologie», GA Bibl.-Nr. 128.

  13. jom: Image 9

  14. die Vorträge in Christiania: «Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie», GA Bibl.-Nr. 121.

  15. ereb (gesprochen erew): Image 10 boker: Image 11

  16. ruach elohim: Image 12

  17. Goethes Farbenlehre: Siehe den 3. Band von «Goethes Naturwissenschaftliche Schriften», herausgegeben und kommentiert von Rudolf Steiner in Kürschners «Deutsche National-Litteratur» 1883-1897, 5 Bände, Nachdruck Dornach 1975, GA Bibl.-Nr. la-e. Ferner Rudolf Steiner «Das Wesen der Farben», GA Bibl.-Nr. 291.

  18. in dem Rosenkreuzerdrama: «Die Pforte der Einweihung», 7. Bild, siehe Hinweis zu Seite 17.

    laj'lah: In der Erstausgabe (Zyklus XIV) steht «lille», in der Buchausgabe 1932 «lilith», im hebräischen Bibeltext Image 13

  19. der Vortragszyklus in Christiania: Siehe Hinweis zu Seite 91.

  20. Mysteriendrama: Siehe Hinweis zu Seite 17.

  21. Jahve-Elohim: Image 14

  22. Aufsätze in «Lucifer-Gnosis»: In den Jahren 1903 bis 1908 von Rudolf Steiner herausgegebene Zeitschrift. Die Aufsätze, auf die sich Rudolf Steiner hier bezieht, sind erschienen in dem Band «Aus der Akasha-Chronik», GA Bibl.-Nr. 11.

  23. in unserem Rosenkreuzermysterium: «Die Pforte der Einweihung», 4. Bild, siehe Hinweis zu Seite 17.

  24. Das Auge ist am Lichte: Goethe, Einleitung zum Entwurf einer Farbenlehre. Siehe Hinweis zu Seite 96.

  25. Christiania-Vorträge: Siehe Hinweis zu Seite 91.

  26. Derselbe Ausdruck: im 21. und 24. Vers des 1. Kapitels der Genesis: «belebte Wesen», nephesch chajah, Image 15

    auf den Menschen: Am Ende des 7. Verses des 2. Kapitels: «da ward der Mensch zu belebtem Wesen» (nephesch chajah).

    n'schamah: Image 16

  27. phtheiresthai: φθείρεσθαι; im Zyklus irrtümlich mit «sphairestai» wiedergegeben.

  28. tol'dot: Image 17

    wie bei Noah, wenn von den nachfolgenden Geschlechtern die Rede ist: Im Beginne des 10. Kapitels: «Dies sind die Geschlechter (tol'dot) der Söhne Noahs».

  29. Maximilian Gümbel-Seiling, 1879-1964, Schauspieler, Sprachgestalter. Darsteller der Rolle des Strader in Rudolf Steiners Mysteriendramen.

    Übersetzung der Genesis: Eine weitere Übertragung der Genesis durch Rudolf Steiner kam auch später nicht mehr zustande.

  30. Ludwig Deinhard, «Das Mysterium des Menschen im Lichte der psychischen Forschung. Eine Einführung in den Okkultismus», Berlin 1910.

  31. Jakob Böhme, 1575-1624, Mystiker und Philosoph. Vgl. Rudolf Steiner: «Die Mystik im Aufgange des neuzeitlichen Geisteslebens und ihr Verhältnis zur modernen Weltanschauung», GA Bibl.-Nr. 7.




Zuletzt aktualisiert: 05-Oct-2019
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