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Gegenwärtiges Geistesleben und Erziehung

Online seit: 15th July, 2013

INHALT



EINLEITUNG

Erster Vortrag, Ilkley, 5. August 1923

Die Verbindung von Erkenntnis, Kunst, Religion und Sittlichkeit durch Imagination, Inspiration und Intuition.

ERSTER TEIL

Warum verlangt die gegenwärtige Zivilisation neue Erziehungsmethoden?

Zweiter Vortrag, 6. August 1923

Das griechische Erziehungsideal: der Gymnast. In der römischen Kultur und im Mittelalter erlangt die seelische Erziehung das Übergewicht gegenüber der leiblichen. Ideal wird der Rhetor. Mit dem Umschwung zur Neuzeit wird der Wissende, der Doktor zum Ideal des vollkommenen Menschen. — Die Überwindung des Doktorideals zugunsten einer Menschheitserziehung.

Das griechische Erziehungswesen und sein Zusammenhang mit dem Orient.

Einzelheiten aus der griechischen Erziehung: Orchestrik und Palästrik.

Dritter Vortrag, 7. August 1923

Das griechische Erziehungsideal. Der Zahnwechsel.

Pflege von Gedächtnis und Erinnerung im Mittelalter. Wie müssen wir freie Menschen erziehen? die Fragestellung der neuen Zeit.

Das Erwachen zum vollen Menschenbewußtsein mit der Erdenreife. Der Erziehung aus Instinkt muß die aus Intuition folgen.

Vierter Vortrag, 8. August 1923

Wie erkennt die Menschheit den Geist, von dem aus sie heute erziehen soll? Charakteristik der modernen Auffassung des Geistes durch zwei Repräsentanten: J. St. Mill und H. Spencer. Das tote Denken muß wieder belebt werden.

Wir müssen den Menschen im Geiste schauen lernen. Der Zahnwechsel als Beispiel, das Geistige im Menschen wirkend zu sehen. Umwandlung der Zahnbildekraft in Denkkraft um das 7. Jahr. Erfassen des Ätherischen durch das erkraftete Denken (Imagination).

Die Erdenreife. Emanzipation des Fühlens. Durch Inspiration nimmt man den Astralleib wahr, der sich mit dem 14. Jahr als selbständig Geistiges loslöst. Das Künstlerische und Religiöse als gestaltende Lebenskraft im Erzieher.

Fünfter Vortrag, 9. August 1923

Der Wille ist bis zum 21. Jahr vom Organismus abhängig. Das Selbständigwerden des Willens um das 21. Jahr. Die vom Kopf nach unten strömenden Kräfte des ersten Lebensjahrsiebts müssen im Schulalter in Harmonie gebracht werden mit den von unten nach oben drängenden Willenskräften.

Ratlosigkeit der Reformpädagogik. Waldorfschulpädagogik gründet sich auf Menschenerkenntnis; daraus wächst Begeisterung für das Erziehen und Menschenliebe. Der Anfang des Johannes-Evangeliums. Geistesgeschichtliche Darstellung des Verglimmens des Verständnisses für das Wort. Das Wort lebte beim Griechen noch im Bewegungsorganismus. Es erstarb zur Mitteilung.

Bedingung des Freiheitsimpulses. Eurythmie will das Wort wieder mit dem Willen verbinden. Baco von Verulam. Seine Abkehr vom Wort als Idol und Hinwendung zu den sinnlichen Dingen, zur Anschauung. Arnos Comenius.

ZWEITER TEIL

Woher sollen die neuen Erziehungsmethoden kommen und wie sollen sie sein?

Sechster Vortrag, 10. August 1923

Erziehung des vorschulpflichtigen Kindes. Es ist ganz Sinnesorgan. Nachahmend lernt es gehen, sprechen, denken. Liebe, Wahrhaftigkeit und Klarheit des Erziehers als helfende Kräfte. Was wir am Kinde seelisch-geistig vornehmen, wird später physisch.

Das Spielen des Kindes. Die «schöne» Puppe. Das Kind als innerlicher Plastiker. Das Spielwesen des Kindes anregen durch Nachahmung. Intellektualistische Erziehung im frühen Kindesalter bildet spätere Materialisten; Bildhaftigkeit ermöglicht das Verstehen des Spirituellen.

Siebenter Vortrag, 11. August 1923

Das Schulalter. Das Kind will in anschaulichen Bildern beschäftigt sein. Es lebt seelisch im Plastisch-Anschaulichen, organisch im rhythmischen System. Den Unterricht auf das Rhythmisch-Künstlerische Hinorientierung. Frühe intellektuelle Bildung und Leibesverhärtung. Schreibenlernen.

Willensbetätigung durch Körperübungen. Verbrennungsvorgänge im Inneren. Das Verfestigende muß durch richtigen geistig-körperlichen Unterricht in Harmonie gebracht werden mit dem Verbrennungsprozeß.

Im Schulalter reift der Mensch durch das Autoritätsprinzip zur Freiheit heran. Der Umschwung um das 9., 10. Lebensjahr.

Achter Vortrag, 12. August 1923; Sondervortrag

Der Geschichtsverlauf als Erziehung des Menschengeschlechts. Die Initiationswissenschaft unterscheidet drei Epochen. Ihre Charakteristik als Lebensempfindung und als Bewußtseinszustände. Die drei Rätsel des Daseins: das Rätsel der Geburt, des Todes und das Rätsel des Erkenntnisschlafes.

Neunter Vortrag, 13. August 1923

Schreiben- und Lesenlernen. Bis zum 9., 10. Jahr muß alles, auch das Naturkundliche, aus dem Bildhaft-Künstlerischen entwickelt werden.

Nach dem 9. Jahr: Hinführen zum Begreifen der Welt. Pflanzenkünde, Pflanze im Zusammenhang mit Erde und Sonne betrachten. Übergang zur Geographie. Durch lebendige Begriffe bilden wir einen lebendigen Intellekt, die Klugheit aus.

Der Mensch als dreigliedriges Wesen: Kopf, Brust, Rumpf — Gliedmaßen. Beziehungen zu den Tiergattungen: niedere Tiere; Fische und Reptilien; Vögel und Säuger. Der Mensch als harmonische Zusammenfassung; die Tierwelt als einseitige Ausgestaltung, als fächerartig ausgebreiteten Menschen. Durch diese Betrachtung wird der Mensch stark im Willen.

Zehnter Vortrag, 14. August 1923

Wirkung des Unterrichts auf die Wesensglieder. Durch malendes Zeichnen, Schreiben, Pflanzenkunde, Rechnen, Geometrie wird auf den Ätherleib gewirkt, der schwingt weiter; das Aufgenommene vervollkommnet sich. Tierkunde, Menschenkunde, Geschichte wirken auf Ich und Astralleib und haben die Tendenz, während des

Schlafes vergessen zu werden. Doppelstellung von Rechnen und Geometrie. Symmetrieübungen.

Rechnen. Zählen: Ausgehen von der Einheit; additives Zählen. Addition: Von der Summe auszugehen, regt den Ätherleib an. Substraktion. Multiplizieren und Dividieren. Epochenunterricht und Vergessen. Berücksichtigung des Unbewußten.

Geschichte ohne Kausalität vor dem 12. Jahr. Zeitbegriff räumlich darstellen. Geschichte vom Herzen her beleben. Ökonomie des Unterrichts. Vorbereitung des Lehrers.

DRITTER TEIL

Begründung und Einrichtung der Waldorfschule

Elfter Vortrag, 15. August 1923

Der Unterricht um das 12. Lebensjahr. In Geschichte und Physik ist die Kausalität zu berücksichtigen. Hinführen zum Verständnis der Umwelt. Spinnen und Weben. Technologie.

Fremdsprachen vom 7. Jahr an; durch die Nachahmung stärkere Verwurzelung mit dem Menschen. Das Prinzip der Ergänzung der Sprachen. Grammatik und das erwachende Selbstbewußtsein um das 9. Jahr.

Religionsunterricht. Ethisch-moralische Erziehung. Dankbarkeit, Liebe. Pflicht. Der freie christliche Religionsunterricht. Sein Akzent liegt vor dem 9. Jahre im Vater-Göttlichen, nach diesem Zeitpunkt im Christlichen.

Zwölfter Vortrag, 16. August 1923

Die drei goldenen Regeln der Gedächtnisbildung. Einklang zwischen Seelisch-Geistigem und den Gesundheitsverhältnissen. Temperamente und ihre Behandlung. Beispiel: Zuckerdiät für Sanguiniker und Melancholiker.

Dem Lebensalter angemessener Unterricht. Sitzenbleiben. Hilfsklasse. Behandlung des Seelisch-Geistigen durch das Körperliche. Schnelles Ergreifen des Körpers und begriffliche Beweglichkeit. Therapeutische Eurythmie.

Die Berücksichtigung der Kausalität erfordert als Ausgleich den künstlerischen Unterricht. Kunstverständnis als Gegengewicht zum abstrakten Erfassen der Naturgesetze. Kunstunterricht weckt Menschen- und Weltverständnis.

VIERTER TEIL

Kulturkonsequenzen der neuen Erziehungsmethoden

Dreizehnter Vortrag, 17. August 1923

Handarbeits- und Handfertigkeitsunterricht bildet soziales Verständnis. Das Wissen soll in das Können übergeführt werden, das Können soll vom Denken durchzogen sein. Moralisch-religiöse Erziehung. Aus dem Gefühlsmäßigen entwickelt sich die freie Urteilskraft. Zu frühes Herantragen des Ideengehaltes erzeugt Skeptiker. Die Waldorfschule als Organismus. Aus dem Leben für das Leben bilden. Eurythmie. Eurythmiefiguren. Turnen und Eurythmie.

Die Lehrerkonferenz als Herzorgan der Schule. Die Imponderabilien einer Klasse. Elternabende. Der Mensch als Glied der sozialen Ordnung. Die Waldorfschule als allgemein-menschliche.

Vierzehnter Vortrag, 17. August 1923. Abschiedsansprache . 248

Anthroposophie als Kraft, den Menschen und die Welt unbefangen zu betrachten. Übergang von der universellen lateinischen Bildungs — spräche zur Volkssprache als Übergang von der Verstandesseelenkultur zu der der Bewußtseinsseele. Die neue Sprache der Gedanken als zu erstrebendes internationales Verständigungsmittel, wodurch der Mensch den Menschen über die Erde hin finden kann.

ANHANG

Aus der Diskussion vom 6. August 1923
Aus der Diskussion vom 7. August 1923
Zur Ausstellung von künstlerischen und kunstgewerblichen
Arbeiten der Waldorfschüler, 8. August 1923
Aus der Diskussion vom 16. August 1923
Autoreferat der Einleitungen zu den Eurythmievorstellungen

in Ilkley 14. August; Penmaenmawr 26. und 27. August; London 4. und 11. September 1923


Hinweise 279

Personenregister 283

Übersicht über die Rudolf Steiner Gesamtausgabe 285




Zuletzt aktualisiert: 05-Oct-2019
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